Porträtmalerei

Porträt ist ein Genre der bildenden Kunst, das die individuellen Merkmale einer bestimmten Person zeigt. Das Porträt spiegelt das Aussehen der Person, ihre innere Welt wider, vermittelt den sozialen Status und die Zugehörigkeit zur Epoche. Die Porträtmalerei war zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich.

Porträt in der Antike

Als die erste Erscheinung des Porträts können die weiblichen Gesichter bezeichnet werden, die auf den Fresken des 16. Jahrhunderts v. Chr. auf der Insel Kreta dargestellt wurden. Die Porträtkunst im antiken Rom und im antiken Griechenland hat einen großen Einfluss auf die Bildhauerei ausgeübt.

Die malerischen Porträts des alten Ägypten dienten magischen Ritualen. Die Bilder von Menschen wurden auf Leinwand oder Holzbohlen angefertigt. Die römischen Eroberer haben den Beginn der Traditionen angekündigt, Porträts der Wirte in ihren Häusern zu behalten. Die Porträtmalerei im alten Ägypten war in der Technik der Tempera- oder Enkaustikmalerei geschaffen, d.h. Wachs gebundene Farbpigmente wurden heiß auf den Maluntergrund aufgetragen.

Porträt im Mittelalter

Die Kunst des Mittelalters schuf unter dem Einfluss der Kirche meist religiöse Bilder. Nur wenige Maler wagten sich, von selbst zu kreieren. Das Profil des Gebers wurde oft mit Blick auf die Heilige Madonna oder Gott dargestellt, wobei die Gestaltung des Gemäldes den Kirchenkanonen entsprach, aber die Gestalt des Gebers hatte in der Komposition nur Nebenbedeutung.

Das Goldene Zeitalter des Porträts

Die Blütezeit des Porträts als Genre begann in der Renaissance. Damals war eine aktive und starke Persönlichkeit das wichtigste Element der Epoche. Die Künstler schufen Porträts, in denen Menschen und der allgemeine Hintergrund voneinander getrennt wurden. Nur im 16. Jahrhundert entstand Harmonie in der Porträtkunst. Die Künstler fingen an, Ölgemälde auf Leinwand in der Malerei zu verwenden.

Im Zeitalter der Renaissance sind auch unterschiedliche Formen des Porträtgenres entstanden. Es gab Portraits in vollem Wachstum, bis Brust, Taille oder Knien. Der Hochadel bestellte nicht nur Porträts, wo einzelne Personen dargestellt wurden (Einzelporträts), sondern auch mit der Darstellung von Ehepaaren (Doppelporträts) oder Familien (Gruppenporträts). An Popularität gewann auch ein zeremonielles Porträt, das die königlichen Personen, ihre Familien, den Hofadel oder die Kirchenmänner, die hohe Ämter innehatten, verherrlichte. Typisch für das männliche Porträtbild war ein Modell mit einer schicken Uniform, die unbedingt mit Gold bestickt war. Das weibliche Modell war in luxuriösen Kleidern und Schmuck. Als Hintergrund wurden wunderschöne Landschaften, üppige Vorhänge, Bögen oder Säulen gewählt.

Momentan sind Gemälde und Portraits für jedermann zugänglich. Sie können für den Künstler posieren oder ein Foto hinterlassen, und ein erfahrener Meister wird alles ohne Sie tun.